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Schamanisches Heilen und Begleiten

"Du hast die Erde heilig gemacht, wie auch meinen Körper, darum will ich in deinem Namen die Erde heilig halten, jeden Grashalm achten und die Blumen und Bäume ehren. Mit Verehrung alles Lebendigen wächst meine Seele und mein Leib wird stark im Rhytmus deiner Sonne und deines Mondes" (Gebet eines Schamanen)


Von: Martin Frischknecht

Carlo Zumstein: Trommel und Träume

Wenn es einen gibt, der mit Fug und Recht von sich behaupten könnte, ein Schamane zu sein, dann er. Doch Carlo Zumstein lebt jenseits solcher Zuordnungen – mit grossem Erfolg.

Von Martin Frischknecht

Das Interview mit Carlo Zumstein findet statt bei zwei Besuchen in seiner Praxis. Das ist weiter kein Aufwand, denn der feste Arbeitsort des in aller Welt tätigen Schweizer Psychotherapeuten befindet sich drei Häuser weiter vom Sitz der SPUREN-Redaktion. Trotz dieser Nähe hat es Jahre gedauert, bis wir uns bei einer Tagung über den Weg liefen und ich ihn zum Interview bat. Der viel beschäftigte Seminarleiter und Buchautor fährt nach eigenen Angaben pro Jahr einmal um die ganze Welt, um seinen zahlreichen Verpflichtungen nachzukommen. 
Carlo Zumstein praktiziert einen modernen Schamanismus, das heisst, er ist auf mehreren Ebenen zugleich unterwegs. Wer ihn in eine Schublade stecken will, muss scheitern an dem schlanken und gross gewachsenen, 64-jährigen Therapeuten und Familienvater, der sich selber lächelnd als Geschichtenerzähler und Wohnzimmer-Schamane bezeichnet. Eines steht fest: Wenn er die Wahl hätte zwischen einem klangvollen Titel und daneben den unfasslichen Windungen des Lebendigen, so würde er sich ohne Zögern auf die Seite des Lebendigen stellen. Doch Carlo Zumstein hat diese Wahl nicht; das Leben hat längst für ihn entschieden.

SPUREN: Carlo, mir kommt es vor, als könntest du bei anderen etwas in deren Gestimmtheit richten und zum Guten wenden.
Carlo Zumstein: Nein, das kann ich nicht. Aber ich kann eine Atmosphäre schaffen, in welcher der Wunsch des Universums, dass sich alles harmonisch entwickelt, eher Wirklichkeit wird. Wir neigen ja meist dazu, uns an Beschwernisse und Misserfolge zu klammern. Wenn wir den einfachen, rhythmisch wirkenden Kräften der Natur wieder erlauben, sich zu manifestieren, kann Heilung geschehen. 

Können wir denn wissen, dass das Universum nach Ausgleich strebt und Harmonie?
Wissen können wir das nicht, aber so eine Art von Erlebniswissen dazu gibt es. Wenn man beispielsweise einen Baum sieht, der durch einen Sturmwind arg gebeutelt wurde und später neue Äste treibt und zu einer imponierenden Gestalt reift, deutet das auf eine solche Kraft hin. Vor zehn Jahren fegte der Sturm Lothar über unser Land. Unterdessen sind neue Wälder herangewachsen, und es ist etwas Neues entstanden. Das lässt sich beobachten, aber du hast recht, und da warne ich auch immer davor: Ob dahinter ein Wille steht, können wir nicht wissen. So etwas zu behaupten, wäre eine religiöse Aussage. Aber wir dürfen feststellen, dass es eine Tendenz gibt hin zu einer Harmonie und neuen Ordnung.

Du hast dich selber schon als ein «Fürsprecher der Seele» bezeichnet. Bist du ein moderner Seelsorger?
Da sprichst du unser grosses Problem mit den Begriffen an: Ich bin kein Seelsorger. Dieser Begriff gehört zur Kirche, und diese Funktion wird durch den Priester wahrgenommen. «Seelenheiler» würde ich eher gelten lassen, wobei gesagt werden muss, dass nicht ich es bin, der heilt. Vielmehr ermögliche ich es, dass Menschen Heilung und Wandlung erleben. Das geschieht, indem sie aus ihrem Leiden heraus sterben und neu geboren werden ins Gesundsein. 

Du begleitest Menschen durch einen Stirb-und-Werde-Prozess. Damit sind wir beim Schamanismus gelandet. Was ist das für dich?
Schamanismus ist ein Weg, über den wir die unsichtbaren Kräfte des Lebens hier und jetzt zur Wirkung bringen können. In dem, was ich aktuell tue, beziehe ich mich nicht auf einen alten Schamanismus. Von dort habe ich zwar viel Wissen erhalten, doch wenn ich jemand sagen höre, Schamanismus sei das älteste Wissen vom Heilen, frage ich zurück: Und was haben wohl die ältesten Schamanen gesagt, die sich auf nichts vor ihnen beziehen konnten? 

Indigene Schamanen stehen in einer Tradition. Sie wurden teils von älteren Schamanen bei ihrem Tun begleitet, und bevor sie dazu kamen, durchlitten sie die sogenannte Schamanenkrankheit. Das ist hier anders.
Die Schamanenkrankheit gibt es auch bei uns. Vielen Menschen hier gehen durch einen Schicksalsschlag oder durch eine Krankheit neue Tore auf. Heute sprach ich mit einer Frau, die an einer Netzhautablösung litt, was sie dazu zwang, sich einer Operation zu unterziehen. Jetzt sieht sie nichts, da ihr die Augen mit Deckeln verschlossen wurden. Sie erzählte mir, in ihrem Leben habe sich alles verlangsamt und sie sehe hinter ihren Augen eine völlig andere Welt. Dadurch sei es ihr kaum mehr möglich, zurück an ihre alte Stelle zu gehen. Oder sie kehre zurück und sorge für eine Veränderung. 
Um im Leben eine solche Wendung zu erfahren, braucht es nicht den Hintergrund einer Tradition. Das gehört zur Weisheit des Lebens an sich. Um das zu erleben, muss ich mich nicht auf die alten sibirischen Schamanen beziehen, aber vielleicht brauche ich eine solche Überlieferung, um die Wandlung als solche zu erkennen. Dieses Wissen ist bei uns vergessen gegangen. Dementsprechend neigen wir dazu, uns mit der Krankheit zu identifizieren, zum Beispiel, indem wir in ständiger Angst leben, die Krankheit könnte wieder auftreten. Aus einer schamanischen Perspektive kann man sagen: Ich habe eine Krankheit erlebt und einen Tod erfahren, der mich in eine neue Welt hinein geboren werden liess. 

Wie bist du selber dazu gekommen?
Bei mir ist es dramatisch abgelaufen, aber langsam – wahrscheinlich weil ich vom Land bin. Ich bin in Giswil am Sarnersee aufgewachsen. In jungen Jahren beim Abschluss meiner Berufslehre geriet ich in eine Situation, in der ich nur noch drei Möglichkeiten für mich sah: Ich hätte mir das Leben nehmen können, wie mein Bruder das aus einer Depression heraus getan hatte. Ich hätte mich in psychiatrische Behandlung begeben können, oder ich hätte nach etwas gänzlich Neuem suchen können. Meinem jüngeren Bruder in den Tod nachfolgen, kam für mich nicht infrage, vor dem Psychiater und der Verfremdung der Persönlichkeit durch Psychopharmaka hatte ich Angst. Also entschloss ich mich in jugendlichem Leichtsinn dazu, Physik und Philosophie zu studieren. Durch die Kenntnis dieser beiden Grundlagenwissenschaften hoffte ich herauszufinden, was in mir nicht stimmte, dass ich immer wieder in solche Löcher fiel. Mit der Physik kam ich nicht sehr weit, in der Philosophie beschäftigte ich mich zunächst mit den Existenzialisten. 
Meine Frau, mit der ich heute noch zusammen bin, fragte mich in jener Zeit, ob ich ihr nicht etwas zu lesen habe. Da gab ich ihr ein Buch von Carlos Castaneda: Reise nach Ixtlan. Ich hatte es für mich erworben, weil dieser Autor damals von allen gelesen wurde, war mit der Lektüre aber nicht weit gekommen, da mir diese Gespräche mit dem indianischen Lehrer auf den Geist gingen. Meine Frau hatte es kaum aufgeschlagen, da war sie drin versunken. Ich hörte sie nur noch sagen: «Carlo, das musst du lesen!» 
Ich nahm es wieder zur Hand, doch kam ich nicht sehr viel weiter. Meine Frau insistierte, bis wir uns darauf einigten, dieser Lehre eine praktische Chance zu geben, und wir versuchen wollten, sie in die Tat umzusetzen: «Der Gang der Kraft», «Das andere Sehen» und «Den inneren Dialog abstellen», diese drei Übungen aus Castanedas Büchern wollten wir praktisch erproben. Also begaben wir uns auf eine mehrwöchige Wanderung in den Jura und übten gemeinsam.

Mehr als seine faszinierenden Bücher war von Carlos Castaneda ja auch nicht zu haben. Er war ein Autor, der Fakt und Fiktion untrennbar vermischte und der 1998 als Führer eines kleinen eingeschworenen Kults ein trauriges Ende nahm.
Von dieser Diskussion wusste ich damals noch nichts. Bevor wir zu unserer Wanderung aufbrachen, übten wir bei uns im Wald den «Gang der Kraft»: die Beine hochziehen, die Daumen einschlagen und die Arme schwingen. Ich fiel dauernd auf die Nase, doch als es mir gelang und wir es während der Wanderung täglich praktizierten, hat es mir sehr gut getan. In der Natur sein, nicht dauernd zu sprechen und zu denken, das war für mich eine Wohltat. 
Als wir zurück waren, steckte mir meine Frau ein Buch von Michael Harner zu: Der Weg des Schamanen. Darin wird beschrieben, wie man eine schamanische Reise unternimmt. Das habe ich mit behelfsmässiger Musik auf mich allein gestellt getan, und dabei habe ich erlebt, wie ich mich in den Zustand der Depression manövrierte. Zu Beginn der schamanischen Reise begibt man sich in einen dunklen Tunnel. Statt am Ende dieses Tunnels rauszukommen, um dort Symbolen und Krafttieren zu begegnen, blieb ich monatelang in der Dunkelheit stecken. Das hat mich zwar erst recht deprimiert, doch zugleich merkte ich, dass da etwas für mich dran war, und so machte ich weiter. 
Zehn Jahre lang praktizierten meine Frau und ich diese Übungen und begaben uns regelmässig auf lange Wanderungen. Dabei gelang es mir, die Depression portionenweise abzubauen, der Sog in die Dunkelheit wich einem Zustand von Aufgehobensein. Ich hätte nicht sagen können, um mich sei nur noch Licht gewesen und ich hätte hinter dem Tunnel frohgemut mit meinen Krafttieren kommuniziert. Doch erlebte ich auf diesen Reisen nun Phasen von Ruhe, und jedes Mal kam ich ein wenig mehr gestärkt zurück. 

War das nicht einfach Glück, dass du im dunklen Tunnel nicht hängen bliebst.
Bestimmt. Ich hatte immer nur Glück. Verstand kann es nicht sein. Die Anleitung durch andere kann es auch nicht gewesen sein. Das Einzige, was ich – gewissermassen als Kapital des Depressiven – mitbrachte, ist Geduld, was mich motivierte, dranzubleiben und diese Reisen weiterzuverfolgen.

 
.Für Ihr Ohr




 
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